Angel- und Gewässerordnung

Angel- und Gewässerordnung

Die Verwaltung des Fischereivereins Allersberg erlässt gem. § 10 Nr. 3 der Satzung vom 4.10.1986 folgende geänderte Angel- und Gewässerordnung:

§ 1
Geltungsbereich
Diese Ordnung gilt für sämtliche vom Verein gepachteten und erworbenen Fischgewässer.

Die Namen der einzelnen Gewässerstrecken, sowie deren Grenzen sind bei erstmaliger Vergabe des vereinseigenen Jahreserlaubnisscheins an des Vereins.

§ 2
Gewässernutzung
Die vom Verein erworbenen oder gepachteten Gewässer stehen den Vereinsmitgliedern im Rahmen des § 6 der gültigen Satzung zur Angelfischerei zur Verfügung.

Eine etwaige Beschränkung der Gewässerbesuche ergibt sich aus dem jeweils gültigen Erlaubnisschein des Vereins.

§ 3
Ausübung der Fischwaid
Rechtliche Voraussetzungen
1.1 Das Fischen in den Vereinsgewässern ist nur möglich, wenn der Ausübende

a) einen von der Verwaltungsbehörde ausgestellten gültigen staatlichen Fischereiverein und
b) einen vom Verein ausgestellten gültigen Jahreserlaubnisschein oder eine andere vom Verein ausgestellte Angelerlaubnis besitzt.
1.2 Die Erlaubnisscheine sind nicht übertragbar.

Fanggeräte und Köder
2.1 In den Vereinsgewässern ist das Fischen mit zwei Handangeln erlaubt. Gewässerwart in Ausübung von Hegearbeiten: 1 Senke, 1 Handangel erlaubt.

Auf Raubfische darf nur mit einer Handangel gefischt werden.
2.2 Das Fischen mit lebenden Köderfischen ist nicht erlaubt.
2.3 Auf Friedfische ist das Angeln nur mit Einfachhaken erlaubt.

Fangbestimmungen, Schonzeiten, Mindestmaße
3.1 Das Fischen sollte als Beschäftigung mit der Natur und nicht als Wettbewerb betrieben werden.

Es ist verboten, gefangene Fische zu verkaufen, zu tauschen oder auf andere Weise entgeltlich zu veräußern.
3.2 Jedem Mitglied ist mit dem Erwerb des Jahreserlaubnisscheins für die vereinseigenen Gewässer eine Fangliste auszuhändigen.
Die vereinsinternen Fangquoten, Schonmaße und Schonzeiten müssen im Jahreserlaubnisschein enthalten sein.
3.3 Für alle im Jahreserlaubnisschein nicht genannten Fischarten gelten die in Bayern gesetzlich vorgeschriebenen Schonzeiten und Schonmaße.
3.4 Das Fischen ist nur vom Ufer aus erlaubt.
3.5 Eisfischen ist verboten.
3.6 Das Fischen zur Nachtzeit ( 1 ½ Stunden nach Sonnenuntergang bis 1 Stunde vor Sonnenaufgang ) ist verboten.
Auf Aale und Quappen kann bis 24.00 Uhr gefischt werden.
Alle anderen während dieser Zeit gefangenen Fischarten sind sofort ins Wasser zurückzusetzen.
3.7 Das Fischen in ausgewiesenen Schonstrecken ist verboten.
3.8 Für die Schwarzach bei Freystadt ist die Verordnung über das Naturschutzgebiet „Vogelfreistätte Schwarzachwiesen bei Freystadt“ vom 1.4.1988 zu beachten, d.h. es besteht ein Fischereiverbot vom 1.3. bis 14.7. eines jeden Jahres.
3.9 Beim Fangen der Fische sind die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes zu beachten, insbesondere ist jegliches Quälen der Fische verboten.
Gefangene massige Fische, die den Haken zu tief geschluckt haben und bei denen das Lösen des Hakens nicht möglich ist oder zu lange Zeit in Anspruch nimmt, sind vorher zu töten.
3.10 Untermassige oder in der Schonzeit gefangene Fische sind behutsam vom Haken zu lösen und sofort wieder ins Wasser zurückzusetzen, auch dann, wenn der Fisch zu verenden droht oder bereits tödlich verletzt ist.
3.11 Die Verwendung von Schluckangeln ist verboten.
3.12 Beim Messen des Fisches ist von der ganzen Länge, gemessen von der Kopfspitze bis zum Ende der zusammengelegten Schwanzflosse auszugehen.
3.13 Das Hältern gefangener Fische zum Zwecke des Umtausches ist nicht zulässig. Zum Hältern dürfen nicht zu kleine Behälter ( Setzkescher o.ä. ) verwendet werden.
3.14 Gefangene Fische, die nicht ins Wasser zurückgesetzt werden dürfen ( auch gehälterte Fische ) sind sofort in die Fangliste einzutragen.
3.15 Bei Vereinsveranstaltungen ist das Abwiegen lebender Fische verboten.

Verhalten am Gewässer
4.1 Am Fischwasser hat sich das Mitglied waidgerecht und kameradschaftlich zu verhalten.

4.2 Die Platzwahl hat so zu erfolgen, dass kein anderes Mitglied bei Ausübung der Fischwaid über Gebühr gestört oder belästigt wird. Entsprechende Abstände sind einzuhalten.
4.3 Spinn- und Watfischer haben auf Friedfischangler entsprechend Rücksicht zu nehmen.
4.4 Die Angelgeräte sind so auszulegen, dass sie jederzeit unter Kontrolle sind. Bevor sich ein Fischer vom Angelplatz entfernt sind die Angelgeräte vorher aus dem Wasser zu nehmen.
Das Reservieren von Angelplätzen ( z.B. durch Liegenlassen von Gerätschaften und Ausrüstungsgegenständen ) ist nicht gestattet.
4.5 Der Angelplatz ist vor Beendigung der Fischwaid zu säubern ( Flaschen, Dosen usw. ).
4.6 Den Anordnungen der Fischereiaufseher ist Folge zu leisten. Bei Kontrollen haben sich die Fischereiaufseher ( wenn nötig ) auszuweisen.

Uferbegehungsrecht
Die Gewässergrenzen und Rechte anderer Fischereiberechtigten sind genauestens zu beachten. Ebenso ist es selbstverständlich, daß der Fischer die Uferwege einhält und den Zugang zum Ufer nur auf vorhandenen Wegen sucht und keine Schäden verursacht.

6. Sonstiges
6.1 Die Mitglieder haben Beobachtungen über Gewässerverunreinigungen oder Fischsterben unverzüglich der Vereinsleitung mitzuteilen.
Kann diese nicht erreicht werden, hat das Mitglied sofort die örtliche Polizeidienststelle zu benachrichtigen.
6.2 Bei Veranstaltungen des Vereins ( An- u. Abangeln, Königsfischen, Hegefischen, Monatsversammlungen, Jahreshauptversammlung ) an denen sich der Verein beteiligt sind die Gewässer für die Dauer der Vereinsveranstaltungen gesperrt. Ausnahmen regelt die Verwaltung.
6.3 Die Fangergebnislisten sind gewissenhaft auszufüllen und bis spätestens 15.12. eines jeden Kalenderjahres beim 1. Vorsitzenden abzugeben.
Für die Zeit vom 16.12 – 31.12. wird jeweils eine Ergänzungsliste ausgegeben. Diese ist bei der folgenden Jahreshauptversammlung an den 1. Vorsitzenden zurückzugeben.

§ 4
Hege- und Pflegearbeiten
1. Jedes aktive Mitglied ist grundsätzlich verpflichtet, für die Hege und Pflege der Vereinsgewässer und der Erhaltung des Fischbestandes jährlich Arbeitsdienst zu leisten. Die Anzahl der zu leistenden Arbeitsstunden wird jedes Jahr von der Verwaltung beschlossen. Und bekanntgegeben.

Die Tage, an denen Arbeitsdienst geleistet werden kann, werden ebenfalls von der Verwaltung beschlossen und den Mitgliedern bekanntgegeben.
2. Die Maximale Grenze für Arbeitseinsätze pro Jahr beträgt 20 Stunden.
3. Die Mitglieder der Verwaltung mit Ausnahme der Beisitzer sind vom Nachweis des Arbeitsdienstes befreit.
Vom Arbeitsdienst befreit sind außerdem Ehrenmitglieder, alle weiblichen Mitglieder, männliche Mitglieder ab dem vollendeten 65. Lebensjahr, Rentner und Pensionisten, Invaliden und Kriegsversehrte mit mindestens 50 % Körperbehinderung, Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr und alle passiven Mitglieder.
4. Der Befreiungsbetrag für jede nicht geleistete Arbeitsstunde wird jährlich von der Verwaltung festgelegt. Er wird in der Jahreshauptversammlung allen Mitgliedern bekanntgegeben.
5. Jedes zum Arbeitsdienst verpflichtete Mitglied kann sich durch eine andere leistungsfähige Person vertreten lassen, nicht aber durch Personen, die vom Arbeitsdienst befreit sind.

§ 5
Ausbildung
Anfängern, jugendlichen und auch allen anderen Mitgliedern erteilt der Jugendwart unentgeltlichen theoretischen und praktischen Unterricht.

§ 6
Gültigkeit
1. Diese Angel- und Gewässerordnung ist durch die Verwaltung am 23.11.92 beschlossen worden und trat mit der Bekanntgabe in der Mitgliederversammlung am 6.1.93 in Kraft.

2. Änderungen der vorstehenden Angel- und Gewässerordnung können von der Verwaltung mit einfacher Mehrheit beschlossen werden.
Sie sind bei der nächsten Mitgliederversammlung bekanntzugeben und treten ab diesem Zeitpunkt in Kraft.

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